Das war der 2. InnovationsSalon – „Die sind ja komplett verrückt“

„Die sind ja komplett verrückt“

Von der Erde zum Mond und wieder zurück. 2018 wollen die PT Scientists die erste Forschungsreise seit 46 Jahren zum Mond unternehmen. Ancoreage bietet ein Tool, um Pioniere und Realisierer zusammenzubringen. Swisscom zeigt, dass echte Innovation auch in etablierten Unternehmen möglich ist.

Wien, 31. März 2017 – Der InnovationsSalon im forum mozartplatz bot zum zweiten Mal außergewöhnliche Präsentationen und innovative Einblicke. „2008 wollten sechs verrückte Techniker nach vielen Jahrzehnten wieder eine Expedition zum Mond starten – ermöglichen sollte dies der Google Lunar XPRIZE“, startet Jürgen Brandner, Entwicklungsleiter der PT Scientists und seit der ersten Stunde als Medizintechniker dabei. Er erzählte eine Geschichte so aufregend wie eine Reise zum Mond nur sein kann. „Die sind komplett verrückt, die spinnen“, war die erste Reaktion auf die sechs versierten Techniker mit der außergewöhnlichen Vision.

Der Preis von Google wurde schließlich nicht gewonnen, dafür eine Basisfinanzierung gesichert und das Unternehmen auf lebensfähige und inzwischen größere und realistischere Beine gestellt. Die jungen Hobbyforscher sind zu einem etablierten fixen Team von 35 Menschen weltweit angewachsen, haben starke Partner wie Audi und Vodafone, kooperieren mit der Nasa, der esa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), und wurden bis zu seinem Tod 2017 unter anderem von Gene Cernan, der mit der Apollo 17-Mission 1972 der letzte Mensch am Mond war, begleitet. Das ehrgeizige Ziel: 2018 sollen zwei eigens gebaute Rover, Audi lunar quattro, mit der von PT Scientists entwickelten Landefähre ALINA den Mond erreichen und die unwirtliche Atmosphäre des Erdtrabanten erforschen. Warum? „Es geht darum Universitäten neue Forschungsmöglichkeiten zu eröffnen und für die Wirtschaft neue Technologien zu testen und interessante Lösungen in der Mond- und Weltraumforschung und –entwicklung zu finden und zu testen“, sagt Brandner. Das gesamte Projekt wird bis zum Start zwischen 2018 und 2019 rund 50 Millionen Euro verschlungen haben. Dafür werden wir alle HD-Bilder, Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse des Unternehmens, das in Berlin sitzt und zur Hälfte österreichische Wissenschaftler und Techniker an Bord hat, zu sehen bekommen. Getestet werden sollen nicht nur Mini-Gewächshäuser für die Nasa, sondern auch die Möglichkeit am Mond eine Raumbasis zu errichten. Eine der Herausforderungen dabei: die Transportkosten von einem Kilogramm Material zum Mond liegen aktuell bei 750.000 Dollar, wie Brandner berichtet. In jedem Fall gibt es bereits eine Reihe von Interessenten, die bei Reise zwei von ALINA dabei sein wollen. To be continued.

Mit InnovationsSalon-Initiator Michael Siegmund, Managing Partner des Unternehmensentwicklers Ancoreage, kehrte man zur Erde zurück. Der InnovationsSalon, eine Gemeinschaftsidee von Ancoreage, Digital Hub Vienna und forum mozartplatz, versteht sich als Plattform für Entscheidungs-träger und Experten. „Der Fokus liegt dabei sowohl auf Inspiration durch herausragende Initiativen, als auch der Vorstellung praktischer Innovationstools“, informiert Birgit Kraft-Kinz, Mitveranstalterin und Obfrau des forum mozartplatz. Sie führte durch die Veranstaltung. „Es geht uns darum das Innovationspotenzial zu wecken, das in bestehenden Organisationen schlummert, wobei wir die Mitarbeiter in den Fokus stellen“, ergänzt Siegmund. So wurde von Ancoreage ein Profiling-Tool präsentiert, das zeigt, welcher Typus Innovator Menschen sind- vom Pioniers bis zum Realisierer. 20 Teilnehmer des ersten InnovationsSalons haben die Möglichkeit genutzt das Tool, das vielfältige individuelle Charakterzüge sichtbar macht, und so das Potential von Mitarbeitern offenbart, kostenlos zu testen. „Es gibt eine auffällige Häufung von Pionieren hier“, fasst Siegmund das Ergebnis kurz zusammen – und ergänzt, wie wichtig Mitarbeiter sind, die sowohl die Sprache von Pionieren als auch Realisierern sprechen und zwischen diesen beiden unterschiedlichen Persönlichkeitstypen als Brückenbauer vermitteln können.

Unter dem Motto „try fast, fail fast, learn fast“ verfolgt Swisscom eine ähnliche Mission. Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen will den Innovationsgeist fördern, wie David Hengartner, Innovation Developer, in seiner rasanten Präsentation zeigte. Wie? Mit sogenannten Kickboxen, ursprünglich ein Konzept von Adobe, gedacht für kreative und innovative Individuen. Kickbox wurde von Swisscom adaptiert und ermutigt Mitarbeiter eigene Ideen anzugehen. Konkret heißt das: Jeder Mitarbeiter kann sich mit seiner Idee beim sog. „Kickbox-Prozess“ anmelden. Mit der ersten „Red Box“ gibt es bei Swisscom ein Startguthaben von 1.000 CHF, ein Zeitbudget von 20 Prozent der eigenen Arbeitszeit über zwei Monate, Kontakte zu internen und externen Innovationsexperten, sowie ein Handbuch, das den Prozess der Ideenvalidierung erläutert und Tipps bietet. „Es war ursprünglich nur ein Testlauf“, erzählt Hengartner, inzwischen sind dadurch 70 Projekte ins Laufen gekommen. Das rechnet sich, meint der junge Open Innovation Spezialist, denn einige Ideen sind bereits in der zweiten Entwicklungsphase, der „Blue Box“, in welcher Prototypen am Markt getestet werden. Die dritte Stufe ist die „Golden Box“, bei der mit einem Budget von über 100.000 CHF ein Startup aufgebaut werden kann. „Es ist beeindruckend wieviel Innovationskraft im eigenen Unternehmen steckt“, ist Hengartner fasziniert. Auch die Zuhörer waren beeindruckt und sind selbst an einer Nutzung von Kickbox interessiert.

Zum Abschluss diskutierten die rund 100 Besucher des Events und Unternehmen, wie die Deutsche Bank, Let’s Print Holding, die Styria Media Group oder die Wiener Stadtwerke und präsentierten den Zugang ihrer Unternehmen zu Innovation. Ein gemütlicher Ausklang ermöglichte Networking und Austausch. Der 3. InnovationsSalon wird am 19. Oktober 2017 stattfinden.

 

Es diskutierten: Martin Brezovich (Eventplan), Robert Grüneis (eh Wiener Stadtwerke), Jens Hurtig (Digital Hub Vienna), Eva Komarek (Styria Media Group), Birgit Kraft-Kinz (KRAFTKINZ), Georg Musil (RBI), Christian Ohswald (Deutsche Bank), David Prasser (StartUs), Josef Scheidl (Let’s Print Holding). Michael Siegmund (Ancoreage), Beatrix Skias (Kobza Integra), Mario Strigl (forum mozartplatz), Mirjana Covic (ÖBB), Oliver Dwork (WKÖ), Gerald Gruber (Mastercard Austria), Heinz Gschnitzer (ÖBB Infra), Marco Harfmann (A1 Telekom), Peter Lehner (ONTEC AG), Peter Pichler (Siemens), Dieter Scharitzer (WU Wien), Marion Koidl (IBM), Franz Amesberger (TCI) und viele mehr.

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Über den InnovationsSalon

Das neue Event ist eine Idee des Unternehmensentwicklers Ancoreage in Kooperation mit Digital Hub Vienna, Verein forum mozartplatz sowie Medienpartner Die Presse. Der InnovationsSalon findet regelmäßig statt und lädt zu spannenden Fachvorträgen mit anschließender Diskussionsrunde. Das Ziel ist es Mit den Schwerpunkten „Inspiration, Austausch und Tools“ verfolgt der InnovationsSalon das Ziel, den TeilnehmerInnen nicht nur Impulse für neue Ideen zu geben, sondern sie insbesondere beim Brückenschlag in die Realisierung zu unterstützen. Denn erst messbare Ergebnisse machen aus Ideen Innovationen.

 

Über den Digital Hub Vienna

Der Digital Hub Vienna ist als gemeinnütziger Verein organisiert: Zweck des Vereins ist es, die Digitalisierung und den digitalen Wandel in der Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern. Dabei steht der Wissenstransfer im Mittelpunkt. Mehr Wissen reduziert Ängste und schafft neue Chancen. Der Digital Hub Vienna hat als Plattform für den digitalen Wandel unterschiedliche Schwerpunkte, u.a. Hub Wissen, Hub Kommunikation und Hub Bridging. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Digitalisierung ist das Hauptanliegen des Vereins.

 

Weitere TopmanagerInnen gesucht

Der Digital Hub ist laufend auf der Suche nach weiteren Key Playern in der Wirtschaft, um die Digitalisierung und ihre Folgen aus allen Blickwinkeln und seitens vieler Branchen beleuchten zu können, sowie um das Netzwerk weiter zu vergrößern. „Die Digitalisierung bringt laufende Veränderung in allen Branchen mit sich. Über einen qualitativ hochwertigen Austausch möchten wir sicherstellen, dass heute und in Zukunft die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Auf diese Weise gilt es wirtschaftliche Erfolge zu erzielen und die österreichische Wirtschaft zu stärken!“, erklärt Unternehmerin Birgit Kraft-Kinz.

 

Der Abdruck des Pressefotos ist honorarfrei – Copyright: Digital Hub Vienna.

Weitere Fotos finden Sie hier: https://www.facebook.com/digitalhubvienna/

InnoSalon, 30.3.2017: Michael Siegmund (Ancoreage), Jürgen Brandner(PT Scientists), Jens Hurtig (Digital Hub Vienna), Birgit Kraft-Kinz (Digital Hub Vienna), David Hengartner (Swisscom)
Michael Siegmund (Ancoreage), Jürgen Brandner(PT Scientists), Jens Hurtig (Digital Hub Vienna), Birgit Kraft-Kinz (Digital Hub Vienna), David Hengartner (Swisscom) beim InnoSalon, 30.3.2017, forum mozartplatz, Wien

 

Rückfragehinweis:

Digital Hub Vienna

c/o KRAFTKINZ GmbH

Christoph Klaritsch, BA

KRAFTKINZ© GmbH

Fon +43 1 / 803 30 84-14

christoph.klaritsch@kraftkinz.com

Pamela Graf

Fon +43 1 / 803 30 84-15

pamela.graf@kraftkinz.com

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