LEYKAM / Digital Hub Vienna Event No 3: Brückenschlag – analoge und digitale Werbung

Salzburg, 16. November 2017 – Der Druckkonzern LEYKAM Let’s Print lud auf Initiative des Digital Hub Vienna im November 2017 zum dritten Roundtable, diesmal in Salzburg im Red Bull Hangar-7. UnternehmensvertreterInnen unterschiedlichster Branchen – von Medien und Verlagen über Werbung und Marketing bis zum Lebensmittelhandelführten eine spannende Diskussion zum Thema „Wie gelingt der Brückenschlag zwischen analoger und digitaler Kommunikation & Werbung?“. Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung analoger Medien, die sich aus dem sich ändernden Mediennutzungsverhalten ergeben? Ausgehend von Augmented Reality – welchen Nutzen und Mehrwert bietet diese innovative Technologie für Unternehmen? Was kann das digitale Flugblatt?

Wie geht es mit der Druckbranche und Printwerbung weiter? Werden Offlineprodukte die Digitalisierung überleben oder von der Onlinewelt verschluckt? Das Druckgewerbe hat sich in den letzten Jahrzehnten zwar sehr verändert, dennoch kann dies durchaus auch als Chance gesehen werden. So sind neue Berufe entstanden – wie der Setzer, der zum Mechatroniker wurde. Trotzdem sind auch Printmedien nicht gestorben. Druckwerbung beispielsweise hat noch immer die höchste Reichweite und sorgt für eine starke Kaufkraft. Aber auch das klassische Flugblatt ist nicht zu vergessen. „Denn 60 Prozent der Leser von Flugblättern treffen aufgrund dieses Werbemittels eine Kaufentscheidung“, erklärte Josef Scheidl, LEYKAM Let’s Print-Vorstand und Gastgeber des Abends.

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Digitales Flugblatt und 3D- Augmented Reality Werbung

Trotz des erfolgreichen klassischen Flugblattes, sind sich die Diskutanten einig, dass die Druckerbranche natürlich nicht stehen bleiben darf, sondern sich der Digitalisierung stellen und selbst innovativ und kreativ werden muss. Lösungen hierfür sind analoge Druckprodukte mit digitalen Technologien anzureichern wie QR-Codes, die direkt zu Webshops leiten, und Augmented Reality (AR). Bei AR werden statische Bilder in Werbe-Videos verwandelt. Damit wird nicht nur der Direkteinkauf, sondern das Eintauchen in eine ganz neue 3D-Welt ermöglicht. LEYKAM präsentiere dazu das digitale Flugblatt „digiFlyer“, den individuellen Cover-Generator, sowie die mit dem Tochterunternehmen amano media entwickelte Augmented Reality App.

 

Kundendaten – Mehrwert und künftiges Big Business

Ein großer Vorteil von AR-Werbung ist der Mehrwert als kreativeres, bunteres, lauteres und dynamischeres Werbemittel. Damit werde das nächste Level für Druckprodukte eröffnet, erklärte Marcus Weywoda, Geschäftsführer von amano media. Zudem können Nutzerdaten gesammelt werden, die spezifischere, individuellere und personalisierte Werbung ermöglicht.

Ein Roundtable-Teilnehmer stellte dazu auch ein Baukastensystem für Augmented Reality Werbung vor, das nicht mehr nur 2D-Inhalte erkennt, sondern auch dynamische Innovationen wie Videos vom Prospekt direkt auf eine Wand werfen kann. Einsetzbar ist dieses System etwa in der Automobilbranche für Reparaturen oder für Präsentationen an 3D-Modellen. In personalisierten AR-Foldern können zudem diverse Details von Lackfarben bis zum Motorblock dargestellt werden.

Eine weitere App, die präsentiert wurde, ermöglicht es, Gutscheine zu scannen. Dabei erkennt das System obendrein wo sich der User gerade befindet, ob das passende Geschäft in der Nähe ist und wann der Gutschein abläuft.

Einigkeit unter den Teilnehmern/innen herrschte bezüglich der Bedeutung von Kundendatenbanken. Denn mit digitaler Werbung können Daten sowohl gemessen als auch gewonnen werden, was wiederum maßgeschneiderte Produktangebote ermöglicht. In unserer globalen Welt entsteht hier ein immer breiter werdender Markt. Datenschutz sei ebenso kein Problem, da nur abgesicherte Daten weitergegeben werden.

Die Schwierigkeit liege allerdings oft darin, B2B-Kunden vom Mehrwert der neuen digitalen Technologien und Produkte zu überzeugen bzw. diese selbst einzusetzen und/oder ihren Kunden anzubieten. Denn viele Unternehmen fürchten, die Kunden und Konsumenten damit zu überfordern.

 

Kunden wollen weiterhin auch „Greifbares“

Nur mehr Digitalisiertes anzubieten, funktioniere jedoch auch nicht. Denn gerade bei älteren Generationen – vor den „Digital Natives“ und „Millennials“ – oder in traditionellen Branchen wie der Landwirtschaft, aber auch im Lebensmittelhandel, zählt weiterhin das Haptische. Viele Konsumenten verlangen nach dem klassischen Flugblatt oder einem Katalog mit abgedruckten Preislisten; sie wollen greifen, riechen, durchblättern. Doch auch hier wird immer mehr auf personalisierte Werbezusendungen gesetzt, was bei Kunden punkte.

Um auch den traditionellen Kunden und Konsumenten digital abholen zu können, braucht es professionelle Unterstützung bei der Konfiguration der oft sehr komplexen Technologien, so die Diskutanten. Zudem kosten Neuheiten viel Geld. Wenn diese dann nicht angenommen werden, hat man große Verluste.

 

Conclusio: Koexistenz von Analog und Digital // Kooperationen mit Startups

Was bedeutet das nun? Die Zukunft liegt im Brückenschlag zwischen analoger und digitaler Welt, waren sich die Roundtable-Teilnehmer einig. Selbst reine Onlineunternehmen haben erkannt oder erkennen müssen, dass auch die virtuell „erzogenen“ Konsumenten haptische Werbung und klassische Druckprodukte wollen. Als Beispiel nannte LEYKAM-Vorstand Josef Scheidl den gedruckten Zalando-Katalog. Im Endeffekt entscheideen Kunden und Konsumenten jedoch selbst, wie sie angesprochen werden möchten. Der eine präferiert mehr das Werbeprospekt, der andere mehr das Tablet.  Um allerdings digitale Innovationen bei Werbung und Marketing in Österreich vorantreiben zu können, brauche es mehr miteinander statt gegeneinander. Für jedes Unternehmen, das noch mit veralteten Technologien arbeitet, sind innovative Startups und Kooperationen der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg.

 

Es diskutierten: Maria Feldweber (Interspar), Josef Gruber (Tips Linz), Sylvia Harasser (Spar), Martin Herdina (Wikitude GmbH), Birgit Kraft-Kinz (Gründerin Digital Hub Vienna), Jakob Kutschera (SAATBAU LINZ eGen), Andreas Malzner (LDD Communication GmbH), Thomas Perdolt (Weekend Magazin), Stephan Reyer (Porsche Konstruktionen GmbH & Co KG), Matthias Sandtner (EXPERT Österreich e.Gen.), Josef Scheidl (LEYKAM Let’s Print), Jürgen Seiwaldstätter (Fressnapf), Robert Sinn (SAATBAU LINZ eGen), Gerlinde Tobin (LEYKAM Let’s Print), Marcus Weywoda (amano media GmbH).

 

Fotos und Infos auch unter: leykamevents.com // facebook.com/digitalhubvienna

 

Fotocopyright: Digital Hub Vienna/Tsitsos

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